31.05.2016 Auf der CTT Moskau 2016 zeigt Liebherr Erdbewegungsmaschinen für vielfältige Einsätze

  • Planierraupe PR 734-4 konstruiert nach Anforderungen des russischen Markts
  • Radlader L 566 mit geringem Kraftstoffverbrauch
  • Neuer Raupenbagger R 922 für weniger regulierte Märkte
  • Hydroseilbagger HS 855 HD bedient breites Anwendungsspektrum

Aus dem umfangreichen Programm der Erdbewegungsmaschinen präsentiert Liebherr auf der CTT in Moskau unter anderem die Planierraupe PR 734-4, den Raupenbagger R 922 Litronic sowie den Radlader L 566. Zudem zeigt Liebherr den Hydroseilbagger HS 855 HD, welcher Bestandteil des Produktprogramms für den Spezialtiefbau und den Materialumschlag ist.

Planierraupe PR 734-4

Liebherr präsentiert auf der CTT Moskau 2016 die PR 734-4 als Ausstattungsvariante in der 20-t-Klasse. Diese orientiert sich an den speziellen Kundenanforderungen im russischen Markt. Die ausgestellte PR 734 wird mit einem Liebherr-Dieselmotor angeboten, der über eine Leistung von 150kW / 204PS verfügt und der Abgasstufe IIIA / Tier 3 entspricht. Die PR 734-4 ist mit einem Einsatzgewicht von 18.000kg - 22.100kg und einer Schildkapazität von 3,8m³ - 5,56m³ erhältlich.

Bei der Steuerung der Planierraupen kommt das Litronic–System der 4. Generation zum Einsatz. Wesentliche Merkmale sind die automatische Steigerung der Motorleistung bei Kurvenfahrt und die Funktion „Drehen mit gegenläufigen Ketten“. Diese wird von der Maschine automatisch ausgeführt, wenn eine entsprechend enge Wendung gefahren wird. So erreichen die Maschinen eine einzigartige Wendigkeit. Ein weiterer Vorteil des Antriebskonzepts der 4. Raupengeneration kommt im deutlich reduzierten Treibstoffverbrauch zum Ausdruck.

Die Laufwerksvarianten XL für den Straßenbau und LGP für den Einsatz auf wenig tragfähigen Böden erweitern das Einsatzspektrum der Maschinen. Mit den Optionspaketen für unterschiedliche Industrieanwendungen wie Mülldeponien, Holzspäne- und Kohleeinsätze sowie für die Forstwirtschaft können die Planierraupen perfekt an die Einsatzanforderungen angepasst werden. Für den Einsatz bei tiefen Temperaturen sind ebenfalls spezielle Kältekits verfügbar.

Auf der CTT in Moskau zeigt Liebherr den neuen Raupenbagger R 922 für weniger regulierte Märkte.

Auf der CTT in Moskau zeigt Liebherr den neuen Raupenbagger R 922 für weniger regulierte Märkte.

Raupenbagger R 922

Mit dem R 922 zeigt Liebherr auf der CTT 2016 einen Vertreter der neuen Raupenbagger-Modellreihe, die erstmals auf der Bauma 2016 in München vorgestellt wurde. Die neue Baureihe ist speziell auf die Bedürfnisse von Kunden aus weniger regulierten Märkten wie Russland ausgerichtet.

Der 22-Tonner wurde insbesondere für die Anwendung bei Erdbewegungs-, Graben- und Kanalisationsarbeiten entwickelt und verfügt über eine Leistung von 110kW / 150PS. Das Konzept des Liebherr R 922 basiert auf europäischen Standards und zielt auf eine optimierte Zuverlässigkeit sowie eine noch höhere Produktivität beim Baustelleneinsatz ab – bei gleichzeitig geringerem Kraftstoffverbrauch.

Für einen langlebigen und effizienten Einsatz des neuen Raupenbaggers sorgen zudem das robuste Fahrwerk, das optimierte Liebherr-Zahnsystem Z für Anbauwerkzeuge sowie die optional erhältlichen Tieflöffel in Heavy Duty-Ausführung.

Die Markteinführung des R 922 wird begleitet von einer Rundumerneuerung aller Raupenbagger-Modelle für diese Märkte zwischen 20 Tonnen und 25 Tonnen. Neben dem R 922 betrifft dies die Modelle R 920 und R 924 mit Einsatzgewichten von 21 Tonnen beziehungsweise 24 Tonnen und Leistungen von 110kW / 150PS beziehungsweise 125kW / 170PS.

Der L 566 dringt mit seiner Z-Kinematik kraftvoll in das Material ein.

Der L 566 dringt mit seiner Z-Kinematik kraftvoll in das Material ein.

Radlader L 566

Auf der CTT Moskau 2016 präsentiert Liebherr den Radlader L 566, ausgestattet mit Z-Kinematik und einer 4,0m³ Erdbauschaufel. Bei einem Einsatzgewicht von 23.100kg bietet das Exponat eine Kipplast von 15.550kg. Ein sparsamer, 209kW / 284PS starker Liebherr-Dieselmotor der Abgasstufe II / Tier 2 treibt den L 566 an.

Wie alle Liebherr-Radlader für weniger regulierte Märkte verfügt der L 566 über einen hydrostatischen Fahrantrieb. Dieser zeichnet sich unter anderem durch seine Treibstoffeffizienz aus. Der Liebherr-Radlader L 566 verbraucht um bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff als vergleichbare Radlader derselben Größenklasse. Zudem kann der Maschinenführer mit dem kraftvollen Liebherr-Fahrantrieb stufenlos in allen Geschwindigkeitsbereichen beschleunigen – ohne spürbare Schaltvorgänge und ohne Zugkraftunterbrechung. Die kontinuierliche Zugkraftregulierung verringert den Reifenverschleiß um bis zu 25 Prozent. Das Antriebskonzept schont auch die Bremsen: Aufgrund der hydraulischen Bremswirkung des Antriebs bleibt die Betriebsbremse nahezu verschleißfrei.

Für höhere Kipplasten verbaut Liebherr schwere Komponenten wie Motor und Verstellpumpen im Heck der Radlader. Bei dieser einzigartigen, kompakten Bauweise wirken die Komponenten als natürliches Gegengewicht. Liebherr kann dadurch auf zusätzlichen Ballast verzichten und höhere Kipplasten erzielen. Gemeinsam mit der kraftvollen Z-Kinematik sorgt diese ideale Gewichtsverteilung für mehr Umschlagleistung pro Betriebsstunde. Die Produktivität beim Einsatz nimmt zu.

Hydroseilbagger HS 855 HD im Einsatz.

Hydroseilbagger HS 855 HD im Einsatz.

Hydroseilbagger HS 855 HD

Auf der CTT 2016 in Moskau zeigt Liebherr mit dem Hydroseilbagger HS 855 HD einen der erfolgreichsten Vertreter der HS-Serie. Der HS 855 HD wird von einem 450 kW starken 12 Zylinder-Dieselmotor angetrieben. Serienmäßig verfügen die Hydroseilbagger über die bewährte Liebherr-Litronic-Steuerung, die auf CANBUS-Technologie basiert. Dieses elektronische System umfasst alle Steuer- und Kontrollfunktionen des Gerätes und arbeitet auch bei extremen Temperaturen, bei Feuchtigkeit und bei Erschütterungen absolut zuverlässig. Geringe Wartung und ein kompaktes Design der Liebherr-Hydroseilbagger ermöglichen einen maximalen Nutzen. Speziell entwickelte Komponenten minimieren den Seilverschleiß, erhöhen die Lebensdauer des Gerätes und reduzieren Kosten.

Die wartungsfreien Liebherr-Freifallwinden werden als Kompletteinheit montiert. Das Konzept mit integriertem Antrieb und Lamellenbremsen ermöglicht eine große Lagenbreite mit einer stark erhöhten Seilkapazität auf der ersten Lage. Höhere Seilstandzeiten und damit eine Senkung der Betriebskosten sind das Ergebnis. Im Freifalleinsatz mit großen Lasten beweisen die integrierten Freifallbremsen ihren großen Nutzen.

Das Anwendungsspektrum ist durch den Anbau verschiedenster Ausrüstungen nahezu unbegrenzt. Im Materialumschlag gehören dazu Einsätze mit Greifer oder Schleppschaufel, im Spezialtiefbau Arbeiten mit Schlitzwandgreifer bzw. –fräse, Verrohrungsmaschine sowie die dynamische Bodenverdichtung.