Liebherr Tischtennis-WM 2017 in Düsseldorf - ein einziger Erfolg

66 Tische säumen die zwei Wettkamphallen in der Messe Düsseldorf.

66 Tische säumen die zwei Wettkamphallen in der Messe Düsseldorf.

Die Liebherr Tischtennis-WM 2017 in Düsseldorf kann schon vor den Endspielen am Pfingstwochenende als voller Erfolg angesehen werden. Die Titelkämpfe begeistern jeden Tag tausende Zuschauer in der atemberaubenden WM-Arena und mehrere hundert Millionen Fans in aller Welt vor den Fernsehbildschirmen.

Tischtennis präsentiert sich in Düsseldorf als eine faszinierende, aber eben auch moderne Sportart mit strahlenden und tragischen Helden, mit Spektakel und Show. Passend dazu feiert das neue Präsentationsformat „Liebherr Live“ eine gelungene Premiere, die Hoffnung auf eine künftig weiter steigende Popularität des Tischtennis auch bei jungen Menschen macht.

Zu den wichtigen Weichenstellungen von Düsseldorf gehört auch die Bestätigung von Thomas Weikert als Präsident der International Table Tennis Federation (ITTF). Der Kurs des Deutschen ist neben der erfolgreichen Vermarktungsstrategie seiner Führungscrew insbesondere hinsichtlich Transparenz und Good Governance alternativlos.

Durch seinen schon direkt nach der Wahl verkündeten Verzicht auf eine Amtszeit über 2021 hinaus geht der ehemalige Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) auf dem eingeschlagenen Weg voran - führen durch Vorbild. Weikert stärkt damit zugleich seine Position bei den beabsichtigten Reformen und anderen Veränderungen in der ITTF: Der Verbandschef verleiht seinen Argumenten hohe Glaubwürdigkeit und besitzt zugleich eine hohe Durchsetzungskraft, weil er auf Stimmen und Stimmungen hinsichtlich einer angestrebten Wiederwahl keine Rücksicht nehmen muss.

Weikerts Wahlerfolg rundet die Bilanz der deutschen Gastgeber ab. Die angestrebte Medaille haben die DTTB-Aktiven schon vor den letzten drei WM-Tagen durch Petrissa Solja im Mixed mit dem Chinesen Fang Bo sicher. Außerdem ist erfreulich, dass Timo Boll sicher noch einige Jahre auf Topniveau mithalten und der DTTB damit auch schon Richtung Olympia 2020 in Tokio mit einer schlagkräftigen Mannschaft rechnen kann.

In Düsseldorf zeigt sich aber auch die erwartete Dominanz der chinesischen Spieler. Doch passend zum Ruf der WM-Stadt als größte japanische „Kolonie“ in Europa überzeugen auch die japanischen Spieler. China bekommt damit einen ernstzunehmenden Rivalen, wofür nicht nur die unglaublichen Auftritte des erst 13 Jahre alten „Wunderkindes“ Tomazu Harimoto den Beleg erbringen.

In einem Satz lassen sich die Titelkämpfe zusammenfassen: Tischtennis ist nach der diesjährigen WM 2017 in Düsseldorf fit für die Zukunft.