Liebherr Tischtennis-WM 2017 in Düsseldorf wird in Erinnerung bleiben

Mit vier Titeln in fünf Wettbewerben zeigen die chinesischen Spieler einmal mehr ihre Dominanz.

Mit vier Titeln in fünf Wettbewerben zeigen die chinesischen Spieler einmal mehr ihre Dominanz.

Die Liebherr Tischtennis-WM 2017 wird als ein unvergessliches Sportfest in Erinnerung bleiben. Ob Sportler oder Organisatoren – nicht von ungefähr sprechen am Ende der Titelkämpfe in Düsseldorf viele von unvergesslichen Momenten. „Die Zeit in Düsseldorf wird uns für immer in Erinnerung bleiben“, sagt auch Thomas Weikert, Präsident der International Table Tennis Federation (ITTF) in seiner Schlussrede.

Tatsächlich sorgten die großen Leistungen der über 600 Aktiven aus über 100 Ländern zusammen mit einer Atmosphäre wie sie vielleicht sonst nur in China herrscht für einmalige Erlebnisse. „Es hat Riesenspaß gemacht vor diesem Publikum in Düsseldorf zu spielen. Ich werde das nie vergessen“, sagte Deutschlands Topspieler Timo Boll, sogar in der Stunde seiner Niederlage im Viertelfinale gegen Chinas Superstar und späteren Titelgewinner Ma Long.

Dieser war nach seinem Erfolg im nervenaufreibenden Finale gegen seinen Landsmann Fan Zhendong sichtlich nicht nur von der Dramatik des Matches berührt: „Das war das verrückteste Spiel meines Lebens. Das werde ich nicht vergessen“, sagte der 28-Jährige auch wegen der unvergleichlichen Stimmung auf den Rängen.

Tischtennis-Wunderkind Tomokazu Harimoto schaffte es mit seinen gerade einmal 13 Jahren bis ins WM-Viertelfinale.

Tischtennis-Wunderkind Tomokazu Harimoto schaffte es mit seinen gerade einmal 13 Jahren bis ins WM-Viertelfinale.

Die Zuschauer waren neben der reibungslosen Organisation der wichtigste Faktor für den Erfolg der größten Hallensport-Veranstaltung der Welt. Die Fans feierten am letzten WM-Tag eine grandiose Party. Zur Entfachung der beispiellosen Begeisterung im Publikum trugen nicht zuletzt auch viele neue und überraschende Spezialeffekte bei der Präsentation der Wettbewerbe bei.

In Deutschland soll der moderne Kurs zur Weiterentwicklung des Tischtennis-Sports und seiner Außendarstellung fortgeführt werden. „Wir wollen mehr Eventisierung, wir wollen mehr Power“, sagte DTTB-Präsident Michael Geiger in seiner Schlussbilanz. Schon jetzt allerdings scheint sicher, dass auch andere Nationalverbände die belebenden Impulse der Titelkämpfe am Rhein aufgreifen werden.

Die Messlatte liegt dabei hoch. „Wie immer bei Tischtennis-Großereignissen in Deutschland“, resümierte ITTF-Präsident Weikert, „sind neue Maßstäbe gesetzt worden. Die Liebherr Tischtennis-WM 2017 hat neue Standards gesetzt.“