Vom mittelständischen Unternehmen zur internationalen Firmengruppe

20 Jahre nach der Firmengründung beschäftigt Liebherr knapp 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Der Umsatz nimmt trotz schwankender Konjunktur kontinuierlich zu. Liebherr expandiert und gründet weitere Unternehmenseinheiten.

Der in Colmar produzierte Raupenbagger RT 1000 bringt 20 Tonnen Einsatzgewicht auf die Waage.

Der in Colmar produzierte Raupenbagger RT 1000 bringt 20 Tonnen Einsatzgewicht auf die Waage.

1961 Erster Standort in Frankreich

Um das Unternehmen über die Landesgrenzen hinaus zu etablieren, hatte Liebherr Ende der 1950er Jahre erste Gesellschaften in Irland, Südafrika und Österreich errichtet.

Bei der Standortsuche für eine neue Produktionsstätte für Raupenbagger entscheidet sich Liebherr für Colmar im französischen Elsass. Ausschlaggebend sind die zentrale Lage in Europa und die gute Verkehrsanbindung. Durch die Wahl eines Standorts in Frankreich soll der Eintritt in den dortigen Markt erleichtert werden.

Große Maschinen für große Aufgaben

Nach der Grundsteinlegung im Juli 1961 entwickelt sich der Standort Colmar rasant. Erdbewegung, Abbruch, Tunnelbau – mit den Anforderungen wachsen die Dimensionen und das französische Werk entwickelt sich über die Jahre zum Experten für Raupenbagger. Aus der fortschreitenden Spezialisierung ergeben sich neue Geschäftsfelder. Bereits ein Jahrzehnt später wird Liebherr mit Miningbaggern in Produktion gehen.

Prof. Dr. Weyres überreicht Hans Liebherr die Ehrendoktorwürde der TH Aachen.

Prof. Dr. Weyres überreicht Hans Liebherr die Ehrendoktorwürde der TH Aachen.

Verleihung des „Doktor-Ingenieurs Ehren halber“ durch den Dekan der Technischen Hochschule Aachen

1964 Ehrendoktor für Hans Liebherr

Über 30 Patente für Turmdrehkrane, rund 20 für Hydraulikbagger und mehr als ein Dutzend für Betonmischer – auf vielen Baustellen der Welt erleichtern die Innovationen von Liebherr die Arbeit.

Neben den technischen Errungenschaften ist es vor allem auch die unternehmerische Leistung, die das Ansehen von Hans Liebherr in der Öffentlichkeit prägt. Die Technische Hochschule Aachen ehrt diese Verdienste mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde.

1968 Positive Bilanz nach zwei Jahrzehnten Wachstum

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre baut Liebherr seinen Erfolg trotz Rezessionsphasen weiter aus. Die Bilanz des 20. Geschäftsjahres: 400 Mio. DM Umsatz und 6.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Liebherr hat sich erfolgreich als wegweisender Hersteller von Baumaschinen etabliert und branchenübergreifend neue Geschäftsfelder erschlossen.

Urvater der Liebherr-Mobilkrane: Der AK 40 kann bis zu sechs Tonnen heben.

Urvater der Liebherr-Mobilkrane: Der AK 40 kann bis zu sechs Tonnen heben.

1969 Von Ehingen in die ganze Welt

Liebherr expandiert nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb Deutschlands. 1969 beginnt mit der Gründung der Liebherr-Werk Ehingen GmbH die Entwicklung zum führenden Anbieter von Mobil- und Raupenkranen. Trotz harter Wettbewerbsbedingungen sichert sich Liebherr in den folgenden Jahren volle Auftragsbücher. Der Export zieht an. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung leistet ihren Beitrag zur erfolgreichen Expansion. Ob Autokran, Schiffskran oder Offshore-Lösung – die Ingenieure tüfteln an neuen Einsatzmöglichkeiten und immer weiter steigenden Traglasten.