
Ralf Meier
Liebherr-Werk Nenzing GmbH
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Österreich
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Pressemitteilungen | 26.03.2026
Das neue Ramm- und Bohrgerät LRB 19 von Liebherr fand in Danzig einen seiner ersten Baustelleneinsätze. Bei einem der ambitioniertesten Wohnbauprojekte der Stadt mit über 1.000 neuen Wohnungen in bester Küstenlage setzt das polnische Unternehmen Budokop Geotechnika das Spezialtiefbau-Modell ein, um 1.772 Pfähle mit Vollverdrängerwerkzeug zu erstellen. Der große Projektumfang und die harten Böden sind dabei die zentralen Herausforderungen.
Das LRB 19 ist das Nachfolgemodell der langjährig bewährten Ramm- und Bohrgeräte LRB 16 und LRB 18 und wurde von Liebherr erstmals auf der Bauma 2025 präsentiert. Budokop Geotechnika ist eines der ersten Unternehmen, welches das Spezialtiefbau-Modell auf einer Baustelle einsetzt. „Wir haben uns für das LRB 19 entschieden, weil es leistungsstark ist und eine hohe Mobilität aufweist. Durch das kompakte Design lässt es sich einfach in einem Stück transportieren, was uns viel Zeitaufwand erspart. Für Sicherheit beim Abladen und Aufbauen sorgt die Funkfernsteuerung, mit der man das Gerät für solche Aufgaben von außerhalb der Kabine bedienen kann“, sagt Wojciech Sukow, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Das niedrige Transportgewicht von 48,2 Tonnen inklusive 8 Tonnen Ballast und Hilfswinde sind Teil des angesprochenen Mobilitätskonzeptes.
Auf der Baustelle im polnischen Danzig setzt Budokop Geotechnika das LRB 19 mit Vollverdrängerwerkzeug ein. Die Gründungspfähle für die über 1.000 neuen Wohnungen werden in diesem Verfahren nicht ausgebohrt, sondern durch Verdrängung des Erdreiches erstellt. Ein Vorteil dieser Anwendung ist, dass sie sehr effizient ist, weil kein Bodenmaterial abtransportiert werden muss. Den Beton für die Pfähle liefert die Raupenbetonpumpe 110 D-K von Liebherr, die speziell für solche Einsätze im Spezialtiefbau entwickelt wurde. Die Pfähle sind bis zu 9 Meter tief und haben einen Durchmesser von 360 Millimetern. Besonders fordernd sind der große Projektumfang von 1.772 Pfählen, die in nur 8 Wochen erstellt werden müssen, sowie der harte Boden. Durch die Küstenlage der Baustelle an der Ostsee muss Budokop Geotechnika außerdem sehr präzise und sicher arbeiten. Der Grundwasserspiegel kann bei Einsätzen in Meeresnähe besonders hoch sein, was die Anwendung wesentlich anspruchsvoller macht.
Neben Anwendungen mit Vollverdrängerwerkzeug wie in Danzig kann das LRB 19 im Bereich Spezialtiefbau vielseitig eingesetzt werden. Für Ramm- oder Rütteleinsätze wird der Allrounder mit dem Hammer H 6 oder den Rüttlern LV 23 und LV 23 F von Liebherr ausgerüstet. Bohren mit Kellyausrüstung, Doppelbohrkopf oder Endlosschnecke sind weitere Anwendungsgebiete, ebenso wie Bodenmischen. Die verschiedenen Anbaugeräte sind durch das hydraulische Schnellwechselsystem einfach austauschbar – ohne Werkzeug und ohne, dass der Fahrer die Kabine verlassen muss. Alle hydraulischen, mechanischen und elektrischen Verbindungen werden automatisch gekoppelt. Dadurch verkürzt sich die Rüstzeit deutlich und Fehler beim Anschließen werden vermieden.
Die Arbeitsbereichseinschränkung unterstützt den Bedienenden dabei, den Drehbereich, die Ausladung oder die Gerätehöhe (Höhenverstellung) zu überwachen. Sobald das Gerät in den zuvor eingestellten gesperrten Bereich bewegt wird, stoppt es automatisch und verhindert so mögliche Kollisionen. Für die Leistungsstärke des kompakten LRB 19 sorgen der 450-Kilowatt-Dieselmotor und der Bohrantrieb BAT 180.1 mit 180 Kilonewtonmeter maximalem Drehmoment.
„Die Zusammenarbeit von Budokop Geotechnika und Liebherr ist eine echte Partnerschaft. Ich schätze die Qualität der Maschinen, den Service und die technische Unterstützung. Wir vertrauen schon länger darauf“, sagt Wojciech Sukow mit Blick auf das Ramm- und Bohrgeräte LRB 19, das in Danzig erfolgreich eingesetzt wird.

Ralf Meier
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Gregor Grießer
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