
Liftinghero Willi aus Tirol
"Für mich ist es ein Stück Freiheit, da oben zu sitzen."
Für Willi (Yildirim Köse) ist sein Kran mehr als nur eine Maschine – es ist sein Arbeitsplatz, Rückzugsort und ein Stück Freiheit zugleich. Seit 2009 arbeitet der Tiroler als Kranführer und sorgt mit Präzision und Erfahrung dafür, dass auf der Baustelle alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt.
Bis zu zehn Stunden täglich ist seine Kabine sein Arbeitsplatz und zweites Zuhause zugleich. Für den nötigen Komfort sorgen unter anderem eine kleine Kaffeemaschine und ein Kühlschrank. An manchen Tagen kommt er sogar ganz bewusst eine Stunde früher zur Baustelle, um hoch oben in aller Ruhe einen Kaffee zu trinken und den Sonnenaufgang über den Bergen genießen zu können. „Für mich ist es ein Stück Freiheit, da oben zu sitzen“, erzählt er begeistert.

Mit Ruhe durch den Arbeitstag
Seinen beruflichen Weg begann Willi als Maurer in einem kleinen Unternehmen. Da es dort keinen Kran gab, musste vieles von Hand bewegt werden. Irgendwann entschied er, nicht mehr selbst schleppen zu wollen. Zunächst arbeitete er mit Kranen, die vom Boden aus gesteuert wurden. Später wechselte er auf die großen Obendreherkrane. „Ich habe mich wirklich hoch hinaufgearbeitet“, sagt er lachend. „Ich liebe es, wenn schwere Lasten scheinbar mühelos durch die Luft gleiten und wenn ich Beton, Stahl oder ganze Bauteile sicher an ihren Platz bringe.“
Heute gehören Wind, Zeitdruck und anspruchsvolle Hübe zu seinem Alltag. Auch wenn es hektisch wird, bleibt Willi gelassen. Vieles ist für ihn inzwischen Routine. Die Verantwortung bleibt dennoch bei jeder Bewegung präsent.
Technik, auf die er sich verlassen kann
Gute Sicht ist für Willi ein entscheidender Sicherheitsfaktor. Kameras können ihm Bereiche zeigen, die aus der Kabine ansonsten nicht einsehbar sind. Besonders bei Obendrehern sollten sie seiner Meinung nach zum Standard gehören. Denn Funk allein kann den direkten Blick auf die Last nicht immer ersetzen.
Impressionen von der Großbaustelle bei Nassereith in Richtung Fernpass
Besonders geprägt hat ihn eine Großbaustelle bei Nassereith in Richtung Fernpass. Ein Jahr lang war er dort mit einem Liebherr 220 EC-B und einem 150 EC-B im Einsatz. Das Wetter, der Wind und die komplexen Abläufe verlangten viel Organisation. „Auf Großbaustellen wie dieser sammelt man die meiste Erfahrung. Man muss schneller Lösungen finden und lernen, mit Druck umzugehen. Da muss einfach jede Bewegung sitzen“, erklärt Willi.
Eine Gemeinschaft für Kranführer
Wie aus einer gemeinsamen Leidenschaft für Krane eine echte Community entstanden ist.
- Täglicher Austausch
- Von Kollegen zu Freunden
- Leidenschaft, die verbindet
Obwohl Willi viele Stunden allein in seiner Kabine verbringt, ist ihm der Austausch mit anderen Kranführern besonders wichtig. Über eine WhatsApp-Gruppe bleibt er täglich mit Kollegen aus Tirol, Südtirol und der Schweiz in Kontakt. Dort werden Erfahrungen, Tipps und Eindrücke aus dem Arbeitsalltag geteilt.
Obwohl Willi viele Stunden allein in seiner Kabine verbringt, ist ihm der Austausch mit anderen Kranführern besonders wichtig. Über eine WhatsApp-Gruppe bleibt er täglich mit Kollegen aus Tirol, Südtirol und der Schweiz in Kontakt. Dort werden Erfahrungen, Tipps und Eindrücke aus dem Arbeitsalltag geteilt.
Sein persönlicher Leitspruch?
Leidenschaft, Präzision und Sicherheit – genau dafür steht unser Beruf.
Werte, die Willi seit vielen Jahren begleiten und die seinen Arbeitsalltag bis heute prägen.

Was ist ein Liftinghero?
Turmdrehkrane prägen das Bild jeder Baustelle. Und was ist mit denjenigen, die die Krane montieren, warten, bedienen und mit ihnen arbeiten? Egal ob Kranfahrer, Monteur, Servicetechniker, Anschläger oder Baustellenarbeiter - Ihr seid die Helden der Baustelle! Erst durch euch ist das Heben von Lasten auf den Baustellen dieser Welt möglich.
Zeig uns deinen Arbeitsplatz und erzähle weshalb dein Job deine Leidenschaft ist.