
Liftinghero Edwin aus den Niederlanden
Sicherheit ist für mich das Wichtigste auf der Baustelle

Als Edwin van Hove auf dem Weg nach Barcelona die Krane der Sagrada Familia aus dem Flugzeugfenster entdeckt, weiß er sofort: Das wird kein gewöhnlicher Einsatz. Wenige Stunden später steht er selbst hoch über der Stadt, dort, wo eines der berühmtesten Bauprojekte der Welt entsteht. Doch egal, ob auf einer weltbekannten Großbaustelle oder einem regionalen Bauprojekt: Für Edwin steht immer eines im Mittelpunkt: die Sicherheit der Menschen auf der Baustelle. Der Niederländer installiert Kamerasysteme an Kranen, die Kranfahrern genau dort den Überblick verschaffen, wo Lasten außerhalb ihres direkten Sichtfelds bewegt werden. Was auf den ersten Blick wie reine Technik wirkt, kann in entscheidenden Momenten den Unterschied machen.
„Je besser die Sicht, desto sicherer und effizienter wird das Heben“, erklärt Edwin im Interview. Für ihn geht es deshalb um weit mehr als Kameras und Kabel. Es geht um Präzision, Verantwortung und darum, Risiken für Kranfahrer und Teams am Boden zu minimieren. Denn auf einer Baustelle darf in entscheidenden Momenten nichts dem Zufall überlassen werden.

Wenn Sicht über Sicherheit entscheidet
Für Edwin ist jeder Einsatz mit Verantwortung verbunden. Eine falsche Bewegung, eine missverstandene Anweisung oder ein Moment fehlender Übersicht können auf einer Baustelle schnell gefährlich werden. „Sicherheit ist das Wichtigste“, sagt er. „Für den Fahrer und für alle am Boden.“
Gerade bei komplexen Hüben, engen Baustellen oder eingeschränkten Sichtverhältnissen ist seine Arbeit besonders wichtig. Die von ihm installierten Kamerasysteme helfen dabei, Risiken zu minimieren und Abläufe sicherer zu gestalten. Trotzdem bleibt diese Arbeit für viele unsichtbar. „Außerhalb der Branche weiß kaum jemand, dass es uns überhaupt gibt“, sagt Edwin. Dabei trägt seine Arbeit jeden Tag dazu bei, dass Menschen auf Baustellen sicher arbeiten können.

Auf einer der berühmtesten Baustellen der Welt
Unter all den Projekten, an denen Edwin gearbeitet hat, gibt es eines, das ihm besonders in Erinnerung geblieben ist: die Sagrada Familia in Barcelona. Schon beim Anflug spürte er, dass dieser Einsatz etwas Besonderes werden würde. „Ich habe die Krane von oben gesehen und dachte nur: Da werde ich gleich stehen.“ Der Weg nach oben war anspruchsvoll. Strenge Sicherheitsauflagen, lange Wege durch enge Treppen und schmale Durchgänge. Schritt für Schritt ging es hinauf. Und dann dieser Moment: „Als ich oben angekommen bin, war das einfach unglaublich“, erzählt Edwin.
Angst hatte er nicht. Zweifel eigentlich auch nicht. „Eher Gänsehaut im positiven Sinn.“ Dennoch war die Anspannung groß: Dem Einsatz waren viele Wochen Vorbereitung vorausgegangen. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen hatten daran gearbeitet, die Lösung für dieses besondere Projekt umzusetzen. Als die Kamera angeschlossen war und das erste Bild erschien, war die Erleichterung groß. Das System lief wie geplant, die intensive Vorbereitung und die Arbeit des gesamten Teams hatten sich damit ausgezahlt.

Ein Job mit Verantwortung
Arbeiten auf und rund um Krane bedeutet Verantwortung. Und es bedeutet Risiko. „In diesem Job kann immer etwas passieren“, sagt Edwin. Gerade deshalb sieht er die Menschen, die mit Kranen arbeiten, auf eine besondere Weise. „Für mich ist jeder ein Liftinghero, der mit Kranen arbeitet.“
Und genau das macht auch Edwin selbst zu einem Liftinghero. Seine Arbeit findet oft im Hintergrund statt, sorgt aber jeden Tag dafür, dass andere sicher arbeiten, heben und bauen können. Ob auf einer Baustelle nebenan oder hoch oben an der Sagrada Familia: Sicherheit steht für ihn immer an erster Stelle.

Was ist ein Liftinghero?
Turmdrehkrane prägen das Bild jeder Baustelle. Und was ist mit denjenigen, die die Krane montieren, warten, bedienen und mit ihnen arbeiten? Egal ob Kranfahrer, Monteur, Servicetechniker, Anschläger oder Baustellenarbeiter - Ihr seid die Helden der Baustelle! Erst durch euch ist das Heben von Lasten auf den Baustellen dieser Welt möglich.
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