
Anna Zögernitz
Liebherr-Werk Bischofshofen GmbH
5500 Bischofshofen
Österreich
+43 50809 12195
Pressemitteilungen | 04.05.2026
Liebherr präsentiert auf der diesjährigen IFAT, der Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in München (Deutschland) einen batterieelektrischen Stereolader und einen mittelgroßen Radlader. Der L 507 E verbindet als erster elektrifizierter Radlader der Firmengruppe die bewährten Vorteile eines konventionellen Stereoladers mit einem von Liebherr entwickelten batterieelektrischen Antriebskonzept. Mit dem L 546 zeigt Liebherr zudem einen Vertreter der mittelgroßen Radlader am Liebherr-Messestand. Das robuste Hubgerüst ermöglicht höchste Ausbrech-, Halte- und Rückholkräfte – ideal für fordernde Einsätze wie etwa im Recycling. Intelligente Assistenzsysteme sorgen in dieser Maschinenklasse für zusätzliche Effizienz und Sicherheit. Einen besonderen Höhepunkt bildet der 100.000ste Liebherr-Radlader, der als Jubiläumsmaschine am Freigelände zu sehen ist.
Besucherinnen und Besucher der Messe finden den batterieelektrischen Radlader L 507 E am Liebherr-Messestand (Halle C5, Stand 151). Seine Leistungsfähigkeit ist identisch mit herkömmlich angetriebenen Liebherr-Radladern derselben Größenklasse. Dabei stößt er lokal kein CO2 aus und die Lärmemissionen sind gering. Somit eignet sich der Radlader besonders für lärm- und abgassensible Einsätze, etwa auf Wertstoffhöfen im innerstädtischen Bereich oder in Hallen von Recyclingbetrieben.
Liebherr setzt beim L 507 E auf ein speziell für den Radlader-Einsatz entwickeltes Hochvolt-Batteriesystem, das eine kraftvolle Leistungsentfaltung und effiziente Ladevorgänge sicherstellt. Abhängig von den jeweiligen Einsatzbedingungen bietet der L 507 E eine Laufzeit von bis zu acht Stunden. Das modulare Batteriekonzept von Liebherr ermöglicht es, auf Kundenwunsch ab Werk einen zweiten Lithium-Ionen-Akku zu verbauen, womit sich die Laufzeit weiter erhöht. Vollständige Ladevorgänge sind, abhängig von der On-Board-Ladetechnik und Anschlussleistung, in circa eineinhalb bis drei Stunden möglich.
Dank des batterieelektrischen Antriebs kann der L 507 E jederzeit die volle Leistung abrufen. Der Fahrer oder die Fahrerin profitiert somit von dynamischen Arbeitsbewegungen und einem spritzigen Fahrverhalten. Die reguläre Höchstgeschwindigkeit des Radladers beträgt 20 km/h. Optional steht der L 507 E als „Speeder“ zur Verfügung und erreicht in dieser Version eine Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h, was etwa das Überstellen des Radladers erleichtert. Um die Effizienz zu steigern, wird die Energie, die bergab und beim Abbremsen entsteht, durch Rekuperation in die Batterie zurückgeführt.
Der L 507 E basiert auf dem konventionellen Liebherr-Radlader L 507 Stereo. Somit verfügt auch der batterieelektrische Radlader über eine Stereolenkung. Diese Kombination aus Knicklenkung und gelenkter Hinterachse vereint die Vorteile einer herkömmlichen Knicklenkung mit denen einer Allrad- Lenkung. Das Ergebnis ist ein minimaler Wendekreis sowie ein reduzierter Knickwinkel von 30 Grad, was die Standsicherheit des Radladers erhöht. Liebherr verbaut beim L 507 E auch das bewährte Knick- Pendelgelenk, das Bodenunebenheiten ausgleicht und zur hohen Stand- und Kippsicherheit des Radladers beiträgt.
Wie am Radlader L 546 auf der IFAT zu sehen ist, überzeugt die neueste Generation 8 der mittleren Radlader mit einem besonders kraftvollen Hubgerüst mit Z-Kinematik. Dadurch ergeben sich beim Materialumschlag schnelle Taktzeiten und dynamische Arbeitsbewegungen - auch mit schweren Anbauwerkzeugen wie etwa Hochkippschaufeln im Recyclingeinsatz. Für das Hubgerüst bietet Liebherr auf Wunsch zahlreiche Ausstattungen für branchenspezifische Herausforderungen an: Beispielsweise das High Lift Hubgerüst, eine verlängerte Variante der Z-Kinematik, die für mehr Reichweite und effiziente Ladevorgänge beim Beladen von Abfallcontainern oder Lkw mit hohen Bordwänden sorgt.
Für Radlader-Einsätze, die regelmäßig unterschiedliche Anbauwerkzeuge erfordern, gibt es einen sichtoptimierten Schnellwechsler sowie das vollautomatische Schnellwechselsystem LIKUFIX. Damit können Fahrer sicher und schnell per Knopfdruck von der Kabine aus zwischen mechanischen und hydraulischen Anbauwerkzeugen wechseln. Das spart Zeit und reduziert das Unfallrisiko. Der L 546, der auf der Messe zu sehen ist, ist mit intelligenten Assistenzsystemen ausgestattet. Darunter die aktive Personenerkennung mit Bremsassistent und das Kamera-System Skyview 360°. Diese beiden Systeme erkennen Gefahrenquellen frühzeitig und warnen Fahrerinnen und Fahrer mittels visueller und akustischer Signale.
Ein besonderes Highlight ist der 100.000ste Liebherr-Radlader: ein L 550 XPower-Radlader in dunkelblauer Sonderlackierung, der an die STORK Umweltdienste GmbH übergeben wurde. Die Jubiläumsmaschine steht symbolisch für über drei Jahrzehnte vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Liebherr, STORK und dem Vertriebspartner Kurt König. Der Schriftzug „100.000“, der aus historischen Schwarz-Weiß-Bildmotiven besteht, erzählt die Entwicklung der Liebherr Radlader – von den ersten Prototypen der 1950er- und 1960er-Jahre bis hin zu den aktuellen Maschinen – und verbindet damit Tradition und Gegenwart. Besucherinnen und Besucher können sich selbst ein Bild vom imposanten Jubiläumsradlader machen und den Meilenstein auf vier Rädern auf dem Messe-Außengelände (C56.8) besichtigen.

Anna Zögernitz
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