Mining
Der Umsatz im Produktsegment Mining lag im Jahr 2025 bei 1.542 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von 127 Mio. € oder 7,6 % im Vergleich zu 2024.
Umsatz in Mio. € von 1.669 - 7,6% |
Beschäftigte von 4.625 + 3,2% |
Umsatzanteile nach Absatzregionen
1,5%
Europäische Union
3,6%
Nicht-EU-Länder
2,4%
Nordamerika
7,8%
Mittel- und Südamerika
72,3%
Asien und Ozeanien
12,4%
Afrika / Naher und Mittlerer Osten

Stärke in unsicheren Zeiten
Der Mining-Sektor verzeichnete 2025 eine deutliche Abschwächung. Währungsschwankungen, hohe Energiekosten und eine erhöhte Marktvolatilität beeinflussten Investitionsentscheidungen in mehreren Schlüsselregionen. Darüber hinaus führten Veränderungen im globalen Nachfrageverhalten sowie eine sich wandelnde Wettbewerbsdynamik dazu, dass Effizienz und Kundennutzen stärker in den Fokus rückten.
Trotz dieser Bedingungen blieb die Rohstoffproduktion stabil, was die langfristige Widerstandsfähigkeit der Branche unterstreicht. Vor diesem Hintergrund erzielte Liebherr im Jahr 2025 eine robuste Gesamtleistung. Der Umsatz in der Europäischen Union war rückläufig; das Gleiche galt für die Nicht-EU-Länder. In Nordamerika war eine negative Entwicklung zu beobachten, insbesondere in den USA. Im Gegensatz dazu erfuhr die Region Mittel- und Südamerika einen Umsatzanstieg, wobei Chile zu den stärksten Märkten gehörte. In der Region Afrika / Naher und Mittlerer Osten war ein leichter Umsatzrückgang zu verzeichnen, ebenso in Asien und Ozeanien. Dennoch konnten die Auslieferungen in strategischen Märkten auf einem hohen Niveau gehalten werden.
In einem Jahr, das von wirtschaftlichen Herausforderungen und sich verändernden Kundenanforderungen geprägt war, hat Liebherr-Mining seine Technologie-Roadmap vorangebracht. Entwicklungen im Bereich Autonomie und batterieelektrischer Transport werden den Weg für verbesserte Kundenlösungen in der Zukunft ebnen.
Ein aufregendes Jahr für moderne Mining-Lösungen
Im Jahr 2025 erreichte Liebherr wichtige Meilensteine bei einer Reihe seiner innovativen Mining-Lösungen. Das bedeutendste Projekt war die Installation einer kompletten Trolley-Lösung in der Kupfermine Collahuasi im Norden Chiles. Von der Trolley-Infrastruktur bis hin zum Trolley-kompatiblen Fuhrpark von Muldenkippern des Typs T 284 wurde alles von Liebherr geliefert, was ein Novum für das Produktsegment darstellt.
Im Jahr 2025 wurde auch der australische Fuhrpark an Muldenkippern des Typs T 264 vergrößert. Seine starke Position konnte Liebherr auf dem Markt für Mining-Bagger behaupten. Dabei blieben die Auslieferungen im Jahr 2025 stabil, und auf dem Markt für Planierraupen konnte dank des Flaggschiffs von Liebherr, der 70-Tonnen-Planierraupe PR 776, ein anhaltendes Wachstum erreicht werden.
In Zusammenarbeit mit Fortescue wurden beachtliche Fortschritte bei der Entwicklung autonomer und batterieelektrischer Lösungen für die Muldenkipper von Liebherr erzielt. Die Entwicklung und Validierung des batterieelektrischen Muldenkippers T 264 wurde fortgesetzt, und die Autonomous Haulage Solution ist von der Entwicklungs- und Validierungsphase zur Implementierungsphase übergegangen.
Um der Erweiterung des Muldenkipper-Programms von Liebherr und der wachsenden Nachfrage nach diesen Maschinen gerecht zu werden, hat die Firmengruppe umfangreiche Investitionen in ihre Produktionsstätte für Muldenkipper in Newport News (VA/USA) getätigt. Die Erweiterung der Anlage um 9.383 m2 hat die Produktionskapazität um über 66 % gesteigert.
Trotz einer Verlangsamung in der Bergbauindustrie ist Liebherr vorsichtig optimistisch, was die Entwicklung im Jahr 2026 angeht. Mit einem positiven Wachstum im Bereich der Mining-Lösungen, die den Kunden angeboten werden, sowie einer guten Resonanz in der Branche insgesamt beginnt Liebherr das laufende Jahr in einer relativ starken Position.