Von der ersten Idee zur emissionsfreien Zukunft
Die Frage nach der besten Antriebstechnologie der Zukunft ist komplex – es gibt nicht den einen Königsweg. Vielmehr setzt die Firmengruppe Liebherr auf unterschiedliche Ansätze, um den Ausstoß von Treibhausgasen wirksam zu senken. Für große Radlader sieht Liebherr enormes Potenzial im Einsatz von Wasserstoff-Verbrennungsmotoren.
Mit dem L 566 H hat Liebherr einen wichtigen Meilenstein erreicht: den ersten Radlader des Unternehmens, der mit Wasserstoff betrieben wird. Dieser Prototyp zeigt, wie sich Leistung und Nachhaltigkeit vereinen lassen – ein entscheidender Schritt auf dem Weg in eine emissionsarme Zukunft.
Wasserstoffmotoren erlauben es, auch große Fahrzeuge, die aufgrund ihres hohen Energiebedarfs schwer zu elektrifizieren sind, überaus effizient und vor allem CO₂-frei zu betreiben.
Innovation in Bewegung
Die Meilensteine des L 566 H
Jede Innovation beginnt mit einer Vision – und mit Menschen, die den Mut haben, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Der wasserstoffbetriebene Großradlader L 566 H ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Zukunft. In diesem Abschnitt zeigt Liebherr die wichtigsten Etappen – von der Erstpräsentation bis zum Praxistest im Steinbruch.
Juni 2024
Wasserstoffpremiere in Bischofshofen
Im Sommer 2024 feierte der erste Prototyp eines wasserstoffbetriebenen Großradladers im Liebherr-Werk Bischofshofen (Österreich) seine Premiere. Im Rampenlicht stand aber nicht nur der H2-Radlader, sondern auch die firmeneigene Wasserstofftankstelle – direkt am Werksgelände und die erste ihrer Art im Bundesland Salzburg. Die Kombination zeigt, wie wichtig ganzheitliche Lösungen für die Dekarbonisierung schwerer Maschinen sind. Die Vorführung des Wasserstoffradladers unterstreicht das Engagement von Liebherr, emissionsfreie Technologien nicht nur zu entwickeln, sondern auch in die Praxis zu bringen.
April 2025

Weltpremiere auf der Bauma
Auf der größten Messe für Baumaschinen in München (Deutschland) wurde der L 566 H erstmals einem internationalen Fachpublikum präsentiert. Interessierte konnten den mit Wasserstoff betriebenen Großradlader am Liebherr-Messestand am Außengelände besichtigen. Mit dem Wasserstoff-Radlader zeigt Liebherr, dass Wasserstoff für schwere Baumaschinen mit hohen Energielasten eine geeignete, klimaneutrale Lösung darstellen.
Mai 2025
Wasserstoff im Praxistest
Im Frühjahr 2025 arbeitete der L 566 H Seite an Seite mit dem serienreifen Truck MAN hTGX und dem Entwicklungsträger AROCS von Daimler. Alle drei beteiligten Maschinen einte eine besondere Gemeinsamkeit: ein Wasserstoffmotor. Der Testeinsatz zeigte, dass die Maschinen mit Wasserstoffantrieb ihren Diesel betriebenen Pendants in Leistung und Effizienz in nichts nachstehen – und dabei emissionsarm und zuverlässig arbeiten. Das gemeinsame Engagement von Liebherr und Vertretern der Allianz Wasserstoffmotor verdeutlichte, dass Einsätze mit Wasserstoffantriebe bereits heute möglich und praxisbereit sind.
Oktober 2025

© STRABAG
Auftakt zum mehrjährigen Testeinsatz im Steinbruch
Im Herbst 2025 startete Liebherr gemeinsam mit STRABAG ein wegweisendes Pilotprojekt zur Dekarbonisierung schwerer Baumaschinen. Im Kanzelsteinbruch Gratkorn (Österreich) wird der erste wasserstoffbetriebene Großradlader über einen mehrjährigen Betrieb im täglichen Arbeitseinsatz getestet. Der Wasserstoffradlader soll bis zu 100 Tonnen CO₂ jährlich einsparen, was etwa 37.500 Litern Diesel entspricht. Eine eigens errichtete Wasserstofftankstelle vor Ort ermöglicht die direkte Betankung mit grünem Wasserstoff.
Mobile Wasserstoffbetankung
Gemeinsam mit externen Partnern bereitet Liebherr mobile Tankmöglichkeiten vor, um Baumaschinen auch direkt auf Baustellen betanken zu können. Das ist für abgelegene Baustellen oder wenig mobile Maschinen von großer Bedeutung.
Die Vorteile von Wasserstoff im Überblick
Hohe Leistungsfähigkeit: Große Baumaschinen wie Radlader benötigen im Arbeitseinsatz enorme Energiemengen, die Wasserstoff effizient bereitstellen kann.
Klimaneutraler Betrieb: Wasserstoffmotoren erlauben zukünftig Nullemissionen bei Treibhausgasen und nahezu keine Stickoxide.
Längere Betriebszeiten: Wasserstoffantriebe ermöglichen kontinuierlichen Betrieb ohne lange Ladezeiten.
Einfache und schnelle Betankung: Mit einer Wasserstoff-Tankstelle direkt auf der Baustelle oder mit mobilen Betankungslösungen erfolgt das Betanken schnell und unkompliziert.
Bewährtes XPower-Konzept: geprüfte Radlader-Qualität als Basis für den L 566 H.





