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Liebherr-Systeme bewähren sich beim A380-Erstflug
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Am 27.04.2005 hat der Airbus A380 erfolgreich seinen Erstflug absolviert. Die von Liebherr-Aerospace entwickelten Systeme für Teile der Flugsteuerung und des Luftsystems haben dabei bestens funktioniert.

Das neue, maximal 560 Tonnen schwere Flaggschiff aller Passagierflugzeuge startet und landet mit Hilfe von Liebherr-Technologien: Die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH entwickelte und liefert innerhalb des Flugsteuerungssystems die Antriebe für die Spoiler- und Hochauftriebssysteme, für die Entwicklung und Produktion des Bleed Air Systems (Triebwerkszapfluft) zeichnet die Liebherr-Aerospace Toulouse SAS verantwortlich. Darüber hinaus schufen die Entwicklungsteams in Lindenberg und Toulouse gemeinsam das Hydraulikkühlsystem.

Die enormen Dimensionen des Airbus A380 stellten besondere Herausforderungen dar und erforderten maßgeschneiderte Systemlösungen. Bei den Spoilersystemen kommt erstmals bei einem Verkehrsflugzeug die EHA-Technologie (Elektro-Hydrostatischer Actuator) zum Einsatz, eine Kombination aus Elektronik und Hydraulik. Sollte die Hydraulik ausfallen, schalten die Liebherr-Antriebe automatisch auf elektrischen Modus um und das Flugzeug kann weiterhin mit voller Zuverlässigkeit gesteuert und abgebremst werden.

Die Betätigungen der Hochauftriebssysteme ermöglichen sichere Starts und Landungen eines Flugzeugs, das mit seinen 80 Metern Spannweite alle bisherigen Serienflugzeuge in den Schatten stellt. Diese Antriebe müssen enorme Leistungen bringen, dürfen jedoch nicht sehr viel wiegen. Man entschied sich deshalb für den Einsatz von hochfesten Stahlsorten, Titan und Verbundwerkstoffen.

Das Bleed Air System mit integrierten Ventilen, deren Steuerungen sich direkt am Gerät befinden, hat mit seinem Durchsatz eine doppelt so hohe Kapazität wie sein Vorläufer im Airbus A330, dem stärksten bisher von Liebherr-Aerospace Toulouse produzierten Luftsystem.

Eine besondere Herausforderung stellte das auf 5.000 psi (345 bar) Betriebsdruck ausgelegte Hydrauliksysteme dar – bisher üblich waren maximal 3.000 psi (206 bar).

Diese große Leistung erfordert wegen der damit verbundenen Wärmeentwicklung Kühlung. Diese wird mit einem neuartigen Hydraulikkühlsystem der Liebherr-Aerospace erreicht, womit die Leistungsfähigkeit und Technologiekompetenz auf dem Gebiet der Hydraulik und Thermodynamik unter Beweis gestellt wurde.

Insgesamt liefert Liebherr-Aerospace für jeden A380 über 400 einzelne Komponenten und Baugruppen.

27.04.2005
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