Bei einem Kraftwerk-Großprojekt der Marti AG im Schweizer Kanton Glarus kommen zwei Liebherr-Raupenkrane LR 1160 an hochalpinen Standorten zum Einsatz. Bevor die beiden 160-Tonner an ihrem Einsatzort errichtet werden konnten, stellte ihr Antransport in unwirtlichem Terrain hohe Anforderungen an Logistik, Mannschaft und Maschinen.
Der Transport der jeweils 31 Tonnen schweren Maschinen erfolgte mit Bauseilbahnen, die in zwei Sektionen eine Höhendifferenz von 1.650 m überwinden. Die erste Seilbahn reicht bis auf 1.900 müM. Von da aus führt ein 3 km langer Zugangsstollen bis zur Basisstation der zweiten Seilbahn, wo einer der LR 1160 für den Bau eines neuen Kieswerks eingesetzt wird. Breite und Höhe des Stolleneingangs sind nur geringfügig größer als die Standardabmessungen eines LR 1160 auf einem Tieflader. Zeichnungen, Pläne und Abmessungen mussten gründlich geprüft werden, um den Transport mittels Tieflader durch den engen Stollen zu ermöglichen. Die zweite Seilbahn reicht bis zum 2.450 müM liegenden Muttsee, wo der andere Raupenkran an der Errichtung einer Gewichtsstaumauer beteiligt sein wird.
Da das Gerät in einer 47° Schräglage an der Seilbahn befestigt wurde, änderten sich Schwerpunktlage und Belastung an den Aufhängepunkten der Seilbahn. Um die notwendige Gewichtsreduktion von 38,5 Tonnen auf 31 Tonnen zu ermöglichen, wurden unter anderem die Hubwinden und Zylinder der Raupenkrane ausgebaut.
Mit seinen kompakten Transportabmessungen und dem effizienten Selbstmontagesystem bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit ist der Raupenkran LR 1160 prädestiniert für anspruchsvolle Einsätze in schwer erreichbarem Terrain, wie es in diesem Bauvorhaben gefordert ist.