Sondergetriebe
Sondergetriebe

Getriebe werden bei Liebherr seit jeher anwendungsspezifisch ausgelegt. Im Lauf der Zeit ist eine Vielzahl an Antriebsvarianten entstanden, beispielsweise spezielle Antriebe für Bohrgeräte, für stationäre Betonmischanlagen, Kettenantriebe und weitere Bauformen.

Sondergetriebe ergeben sich aus der Vielzahl an möglichen Kombinationen von Planeten-, Stirnrad- und Winkelstufen. Anzahl und Größe der antreibenden Elektro- oder Hydraulikmotoren sind variabel und richten sich meist nach wirtschaftlichen Kriterien. Der Getriebeabtrieb kann sowohl über das Innenrad als auch ein Abtriebsritzel, eine Abtriebswelle, eine Welle-Flansch-Verbindung oder andere konstruktive Sonderlösungen erfolgen. Auch mehrere Abtriebe sind möglich, ein Beispiel dafür ist das Wirblergetriebe.

Je nach Anwendung und Anforderung kann das Getriebe als eigenständige Einheit ausgeführt oder vollständig in die Anschlusskonstruktion integriert werden. Die Bauteile der Anschlusskonstruktion können unter Umständen auch Lieferbestandteil sein, wie etwa beim Bohrantrieb.

Wirblergetriebe
Abtriebsmoment [Nm]
5.500
Gewicht [kg]
2.000
Dieses Wirblergetriebe kommt in stationären Mischeranlagen zum Einsatz und treibt zwei Rührwerkzeuge an.
Bohrantrieb
Abtriebsmoment [Nm]
160.000
Gewicht [kg]
2.600
Bohrantriebe werden in Bohrgeräten zum Antrieb der Kellystange eingesetzt. Der BAT 160 wird von zwei Hydraulikmotoren angetrieben.
Kettenantrieb
Abtriebsmoment [Nm]
460.000
Gewicht [kg]
4.400
Der Kettenantrieb wurde speziell für eine Tensioner-Einheit in einem Rohrverlegerschiff entwickelt und hat beidseitig integrierte Planetengetriebe.
Radantrieb
Abtriebsmoment [Nm]
1.370.000
Gewicht [kg]
16.000
Dieser Radantrieb sitzt in einem Hinterrad des Liebherr-Muldenkippers T282C und treibt dieses mit dem integrierten 1,5 MW-Elektromotor direkt an.
Vorderradaufhängung
Gewicht [kg]
4.200
Die Vorderradaufhängung mit integrierter Bremse und Kugelgelenk wird im Liebherr-Muldenkipper T282C eingesetzt.